Entspannung für Kinder

Kann mal jemand mein Kind entspannen? Diesen Wunsch kennen viele Mütter und Väter.

Diesen Wunsch kennen viele Mütter und Väter: manche Kinder scheinen ständig unter Anspannung zu stehen und - im Gegensatz zu angespannten Erwachsenen zeigt sich dieses oft auch in körperlicher Unruhe. Und die nervt die anderen Familienmitglieder… Zappeligkeit oder ununterbrochenes Plappern sind manchmal für ohnehin gereizte Erwachsene schwer zu ertragen.
Was tun? Manchmal wünschen sich Mütter beim Antritt ihrer Mutter & Kind-Kur, wir mögen irgendetwas mit ihren lieben Kleinen tun, damit die Kinder ruhiger werden.  

Je nach Alter und Motivation des Kindes kann man versuchen, mit Übungen oder Geschichten Entspannung mit Kindern zu üben - aber wie so oft zählt im Zusammenleben mit Kinder vor allem das elterliche Vorbild! Nach unserer Erfahrung profitiert die ganze Familie oft sehr davon, wenn zunächst einmal die Eltern lernen, mit Anspannung umzugehen.

Wir bieten Müttern im Rahmen der Eltern-Kind-Präventionsbehandlungen die Gelegenheit, damit neue Erfahrungen zu machen: Was tut mir gut? Was entspannt mich? Brauche ich mehr körperliche Aktivität? Geht es mir nach einem Spaziergang besser? Ist Entspannungstraining hilfreich für mich? Kann ich über Atemtechniken “Druck ablassen”? Erreiche ich beim Basteln eine ruhigere Stimmung? Komme ich beim Geplauder mit anderen Müttern mal wieder in`s Lächeln? Wie geht es mir, wenn ich mehr draußen bin?

Damit eröffnet sich auch der Blick auf die Familie: Was können wir gemeinsam tun, damit es uns gut geht? Rausgehen? (Fast immer eine gute Idee!) Auf den Spielplatz? In einen Park? Fahrrad-, Laufrad-, Rollerfahren? Gemeinsam etwas gestalten? Gemeinsam rumhängen und nichts tun? Oft machen Familien in der Entlastung vom Alltag tolle Erfahrungen und auch für uns als “altgediente” MItarbeiterinnen in der Branche ist das oft sehr berührend. Wenn eine Mutter davon schwärmt, wie herrlich es war, mit ihrem sonst so unruhigen Kind stundenlang Geschichten zu lesen, Sandburgen zu bauen oder Lämmlein zu betrachten, dann bestätigt uns das in der Idee, immer die ganze Familie im Blick zu behalten.

Manchmal braucht es dann gar keine psychologische Beratung mehr, sondern der Blick wendet sich von allein in`s Positive: das unruhige Kind wird vlelleicht wieder als aktives Kind gesehen, die Plaudertasche als besonders kommunikativ…und wenn sie mal nerven, weiß man wieder, wie man selbst dabei lockerer bleiben kann oder wann mal ein deutliches “Stop” angesagt ist.