Adoptiv-und Pflegekinder

Wer ein Adoptiv- oder Pflegekind in die Familie aufnimmt, trifft auf deine große Herausforderung und übernimmt gleichzeitig eine enorme Verantwortung. Das wirkt sich oft das seelische Wohlbefinden der Pflegeeltern, aber auch der Pflegekinder aus.

Pflegekinder- und Adoptivkinder: Herausforderung "neue Familie"

Jedes Jahr werden mehr Kinder in Deutschland in Heimen und Pflegefamilien untergebracht. Laut des Statistischen Bundesamts und der Länderbehörden hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Tagesgruppen, zur Vollzeitpflege in Familien bzw. im Heim untergebracht sind oder eine intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung erhalten, im Jahr 2017 einen neuen Höchststand erreicht. Mit der steigenden Zahl an Fremdunterbringungen von Kindern und Jugendlichen steigt auch der Bedarf an Pflegefamilien. Davon gibt es aber zu wenige, da Pflegekinder oft viel Aufmerksamkeit benötigen und hohe Anforderungen stellen. Viele Pflegekinder haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, weil etwa die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken oder geraucht, den Säugling emotional vernachlässigt und nicht gefördert hat oder weil die Kinder über Jahre hinweg Vernachlässigung, Gewalt und Misshandlungen erlebt haben. Damit die Pflegefamilien diese Herausforderung bewältigen können, brauchen Sie Unterstützung. 

Mutter-Kind-Kur als Hilfe zur Selbsthilfe

Eine spezielle Schwerpunktkur im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur kann dabei helfen, der Herausforderung Pflege- und Adoptivkind gerecht zu werden. In unserer Mutter & Kind-Klinik Schwedeneck haben Mütter die Möglichkeit, ihre familiäre Situation weg vom häuslichen Alltag zu betrachten. Sie sollen gemeinsam mit anderen Betroffenen neue Perspektiven entwickeln, sich ihrer eigenen Kompetenzen wieder bewusstwerden und gelassener mit ihrer Situation umgehen können.

Auch die Adoptiv- und Pflegekinder profitieren davon. Sie können in einer psychologisch angeleiteten Gesprächsgruppe andere Adoptiv- und Pflegekinder kennenlernen, sich mit ihnen austauschen und dabei erkennen, dass sie trotz ihrer besonderen Situation nicht anders als andere Kinder sind.

Gern beraten Sie unsere Kurberaterinnen zu Ihrer individuellen Situation und unterstützen Sie bei der Antragstellung.