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Arzneimittelbedingte Kopfschmerzen - Ein häufiges Problem von Müttern


Dies Phänomen ist schon länger bekannt, die Ursache ist noch nicht ganz klar. Es scheint dabei jedoch eine Art “Software-Problem” im schmerzverarbeitenden Nervensystem von Kopfschmerzpatienten vorzuliegen. Betroffen sind Kopfschmerz- und Migränegeplagte, die an mehr als 10-15 Tagen im Monat Schmerzmittel nehmen.

Und dieses Phänomen betrifft überwiegend Frauen im mittleren Lebensalter: das sind Frauen in Mehrfachverantwortung, oft Mütter, Frauen die das Gefühl haben, immer funktionieren zu müssen. Manchmal erscheint einem in einer solchen Situation keine andere Lösung denkbar, als eine Tablette zu nehmen.
Die schmerzmittelbedingten Kopfweh fühlen sich meist ähnlich wie die “üblichen” Beschwerden an: dumpf-drückend bei Spannungskopfschmerz, pulsierend-hell bei Migräne.

Wer ein solches Phänomen bei sich befürchtet, wer zunehmend häufiger Kopfschmerzen bei sich beobachtet, wer befürchtet, an mehr als 10 Tagen im Monat Kopfschmerzen oder Migräne zu haben (das entspricht übrigens 2-3 mal pro Woche) sollte über 3 Monate einen sehr einfachen Schmerzkalender führen: Jeden Abend einmal notieren, ob Kopfschmerzen relevant waren und ob ein Medikament eingesetzt wurde.
Wer feststellt, dass er oder sie regelmäßig an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerz- oder Migränemittel einnimmt, bespricht dies am besten mit seiner Ärztin oder seinem Arzt.

Es gibt dann mehrere Handlungsmöglichkeiten: eine konsequente Medikamentenpause ist eigentlich das Sinnvollste, für viele Mütter aber im Alltag schwer vorstellbar. Ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik ist bei kleinen Kindern meist auch kaum zu organisieren. Oft wird daher der Zeitraum einer Mutter-Kind-Kur für eine solche Pause genutzt.

Parallel kommen erst einmal nicht-medikamentöse Vorbeuge-Strategien in Betracht, am besten untersucht sind Entspannungsverfahren und leichtes Körpertraining sowie Stressbewältigungstrainings. Auch für den Einstieg in solche langfristig angelegten Strategien kann eine Mutter-Kind-Maßnahme gut geeignet sein. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit stellen vorbeugende Medikamente dar.

Damit es gar nicht erst soweit kommt: Vorsicht mit Schmerzmitteln! Immer überlegen, ob es Alternativen gibt, und das natürliche Signal des Schmerzes nicht einfach ignorieren. Schmerzmittel ohne ärztliche Absprache nicht öfter als 10-mal im Monat und nicht länger als an drei aufeinanderfolgenden Tagen einnehmen!