Schwerpunktkuren
Hörgeschädigte Mütter – erschöpft wie viele andere Mütter auch!
Hörgeschädigte oder vollständig gehörlose Mütter leiden genau wie viele andere Mütter auch, oft an Erschöpfungszuständen im Zusammenhang mit den ganz normalen Anforderungen des Familienalltags. Erschwerend hinzu kommen noch die oft an den Nerven zehrenden Kommunikationsanforderungen und -hemmnisse im Alltag. Darum sollte es selbstverständlich sein, dass hörgeschädigte Mütter genauso an Vorsorgemaßnahmen für Familien teilnehmen können, wie andere Mütter auch.
Hörgeschädigte Mütter brauchen mütterspezifische Vorsorgemaßnahmen! Hier geht es nicht um eine spezifische Rehabilitation zum Beispiel im Hinblick auf die Teilhabe am Arbeitsleben, sondern um die Sicherung der mütterlichen Funktionen und Fähigkeiten. Wir sehen die Hörschädigung in diesem Zusammenhang als beeinträchtigenden Umgebungsfaktor und nicht als primäre Indikation für die Vorsorgemaßnahme.
Wir arbeiten nach dem Inklusionprinzip und integrieren hörende wie nicht-hörende Familien während der Kurmaßnahme. Das Verbindende für die Gruppe ist die Erschöpfungswahrnehmung und das Mutter-Sein.
Ziel der Maßnahme ist es, dass hörgeschädigte Frauen, wie hörende Patientinnen auch, sich vom anstrengenden Alltag erholen können, wieder Kompetenzen und Motivation für den wechselvollen Alltag mit Kindern gewinnen können.
Therapieangebote sind:
- Schulungsvortrag über Erschöpfung und Stressbewältigung
- Erlernen von Entspannungsverfahren, ggf. in Einzelanleitung
- Teilnahme an motivierenden und gesundheitsfördernden Bewegungsangeboten
- Klassische Massagen, Hydrojetbehandlung
- Weitere Therapieangebote sind je nach Indikation und Dolmetscherbereitschaft möglich.
Das Angebot ist geeignet für hörgeschädigte und gehörlose Mütter von Kindern zwischen 3 und 12 Jahren, die in Erschöpfungszustände im Zusammenhang mit den Anforderungen des Familienlebens geraten sind.
Termine 2012:
ganzjährig auf Anfrage